Danzig – der Name weckt Erinnerungen: das bekannte
Krantor an der Mottlau; die mächtigen Gewölbe von St. Marien, der größten je in Backstein gebauten Kirche; die Langgasse und der Lange Markt mit den reichverzierten Kaufmannshäusern, die Danziger Beischläge, die terrassenartigen, mit Figuren verschönten Vorbauten der Häuser, die dieser nordischen Stadt ein fast südliches Aussehen geben.

Und vor den vielen Toren der Stadt das weite Land des Danziger Werders, ein von hohen Deichen geschütztes Marschland im Weichseldelta, und berühmte Seebäder,
allen voran das weltbekannte Zoppot. Östlich des Weichseldeltas die Frische Nehrung und am Nogat-Fluß
die mächtigen Mauern der Ordensritterfestung Marienburg. Und im Westen die Kaschubische Schweiz, eine malerische Hügellandschaft, durchzogen von zahlreichen Seen.

Die stimmungsvollen Farbfotografien von Michael Engler führen durch die anheimelnden Gassen und lassen ein
Danzig lebendig werden, an das sich manche noch
erinnern mögen. Der Autor Rudolf Braunburg lässt die wechselvolle Geschichte Danzigs Revue passieren. Neben seinen Texten stehen Passagen aus den Lebenser-
innerungen Johanna Schopenhauers sowie Auszüge
aus Erich Kubys Aufsatz „Wiederaufbau nach
Originalplänen“.