ENDSTATION WESTEN
Unterwegs in den Wüstenstaaten der USA
zwischen Rocky Mountains und Pazifik


Wie Kulissen tauchen sie immer wieder auf in Film und Werbung, die einmaligen Landschaften Arizonas, Nevadas und Utahs – grenzenlos weit und wunderschön. Orte, an denen schon viele ihre Träume suchten.
Bereits im letzten Jahrhundert zog es Abenteurer und Verfolgte, Goldgräber und religiöse Fanatiker in das Land der Indianer. Alle hofften im Westen auf ihr großes Glück.
Kulissenartig war auch der Baustil ihrer Häuser. Hinter mehrstöckigen Holzfassaden mit riesigen Schriftzeichen lebten sie selbst in notdürftig zusammengenagelten Hütten. Ein Stil, der sich mancherorts bis in unsere Tage hielt. Der Film dokumentiert die frühe Architektur der ersten Einwanderer, erzählt von ihrem harten Überlebenskampf und öffnet sich den Schönheiten dieser Wüstenlandschaft auch aus dem Blickwinkel der Ureinwohner. Indianische Lebensweisheiten belegen ihren behutsamen Umgang mit der Natur.
Immer wieder folgen den ruhigen Naturbeobachtungen aufregende Dokumentationen heutiger Lebensräume: Sie reichen von den kleinen Oasen der Einsiedler und Aussteiger, die weit abseits von jeder Zivilisation von einem anderen Leben träumen, bis zu den neu geschaffenen Kunstlandschaften für all die, für die sich der Traum vom Westen im American Way of Life erfüllt: In den Sonnenstädten der Rentner, in den neuen Technologie-Metropolen oder in den reinen Vergnügungszentren für Glücksspiel, Heirat und Scheidung.
Nirgenwo sonst aber auch wurde so oft nicht zu Ende geträumt. Verlassene, halbfertige Projekte erzählen ebenso wie die Straßenschilder nie gebauter Städte oder die zahlreichen Ghost-Towns von den vielen aufgegebenen Träumen.
„Endstation Westen“ zeigt das Portrait eines sehr widersprüchlichen Lebensraums in den Wüstenstaaten der USA, der immer noch Menschen in aller Welt in seinen Bann zu ziehen vermag, wenn auch heute die meisten nur für kurze Zeit während eines Films oder eines Urlaubs.